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Die Hand eines Roboters hält die Weltkugel zwischen Mittelfinger und Daumen nach oben.

Bachelor of Science 

Technische Kybernetik

Regelstudienzeit: 6 Semester
Unterrichtssprache: deutsch

Wie ist der Aufbau meines Studiums?

Für den erfolgreichen Abschluss des Bachelor of Science Technische Kybernetik müssen Sie verschiedene Prüfungsleistungen erbringen.
Eine genaue Aufschlüsselung aller notwendigen Leistungen finden Sie in der Prüfungsordnung.

Das Kernstück des Studiums bilden die in den Modulen organisierten Vorlesungen, die 
durch eine Klausur oder Prüfung am Ende des Semesters abgeschlossen werden.
Ergänzt werden diese durch Vortragsübungen, seminaristische Übungen und Praktika.

Ihren Stundenplan für jedes Semester können Sie mithilfe des Modulhandbuchs und dem aktuellen Vorlesungsverzeichnis in C@mpus zusammenstellen.
Eine Orientierung bietet der Studienverlaufsplan.
Ihr Studienplan wird durch sogenannte Schlüsselqualifikationen ergänzt, die Sie aus einem umfangreichen Katalog auswählen können.

Link zu C@MPUS

In den Modulhandbüchern werden die einzelnen Module mit den dazugehörigen Lehrveranstaltungen, den Inhalten und den Prüfungsleistungen beschrieben.

Das Modulhandbuch finden Sie in C@MPUS, dem Campus Management Portal der Universität Stuttgart (Klickpfad: Abschluss auswählen  - Klick auf das Buch hinter dem Namen des Studiengangs).

Einführung in die Technische Kybernetik

Die Ringvorlesung "Einführung in die Kybernetik" findet in jedem Wintersemester statt. Die Termine für das Wintersemester 2020/2021 finden Sie unten im Terminplan.

Außerdem gibt es auch einen Kurs in ILIAS, dem Sie unbedingt über C@mpus beitreten sollten.

Wahlpflichtfächer

Im Studiengang gibt es mehrere Wahlpflichtmodule, in welchen Sie die Wahl aus
einem vorgegebenen Modul-Katalog haben.

Hier finden Sie eine Übersicht über die wählbaren Module aufgeführt.
Aktuelle Informationen über die Module und in welchem Semester sie angeboten werden, finden Sie in C@mpus.

Beachten Sie bitte, dass Sie einen Übersichtsplan über Ihre Wahl anlegen müssen.

Im Wahlpflichtbereich legen Sie Ihre zu prüfenden Fächer in einem individuellen Übersichtsplan (siehe unten) fest,
den Sie vom Prüfungsausschussvorsitzenden bestätigen lassen und vor dem Ablegen der ersten Teilprüfung beim Prüfungsamt vorlegen müssen.

Für das Projektierungspraktikum im Modul Projektkompetenzen Technische Kybernetik (SPO 2019) bzw. Projektierungspraktikum Technische Kybernetik (SPO 2011) können Sie aus einer Auswahl von Angeboten im jeweiligen Wintersemester wählen.

Wir empfehlen Ihnen, das Projektierungspraktikum im fünften Semester zu absolvieren.

  • Dynamik mechanischer Systeme (Prof. Leine)
  • Dynamik biologischer Systeme (Prof. Radde)
  • Maschinendynamik (Prof. Eberhard)
  • Business Dynamics (Prof. Tilebein)
  • Dynamik ereignisdiskreter Systeme (Prof. Tarín)
  • Nonlinear Dynamics (Prof. Ebenbauer)
  • Stochastische Prozesse und Modellierung (Prof. Radde & Prof. Ebenbauer)

(neue SPO, Studienbeginn ab WS 19/20)

Die Technische Kybernetik versteht sich als ein Studiengang an der Schnittstelle verschiedenster Natur- und Ingenieurwissenschaften. Im Bachelor-Studiengang wird daher großen Wert darauf gelegt, eine breite Basis an verschiedenen Natur- und Ingenieurwissenschaften zu vermitteln. Naturgemäß ist es jedoch die Tiefe der vermittelten Kompetenzen in den verschiedenen Bereichen beschränkt.

Im Rahmen des Moduls "Natur- und Ingenieurwissenschaftliche Vertiefung" haben Sie daher die Möglichkeit, im 3. und 4. Semester gezielt einzelne Themenbereiche in einer großen fachlichen Tiefe anzueignen. Gemeinsam mit dem Anwendungsfach und weiteren Wahlmöglichkeiten besteht damit die Möglichkeit, die sehr breite Basis der Technischen Kybernetik mit einer Spezialisierung in eine bestimmte Richtung zu kombinieren.

Sie haben die Wahlfreiheit aus den folgenden Vorlesungen:

  • Technische Mechanik IV für Mathematiker
  • Steuerungstechnik
  • Technische Biologie I/II
  • Einführung in die Elektrotechnik II
  • Optische Messtechnik
  • Messtechnik in der Automatisierungstechnik
  • Robotics I
  • Technische Thermodynamik II
  • Numerische Methoden der Dynamik

(neue SPO, Studienbeginn ab WS 19/20)

  • Grundlagen der Künstlichen Intelligenz
  • Imaging Science
  • Parallele Systeme
  • Informatik II
  • Einführung in die Softwaretechnik
  • Grundlagen des Software Engineerings
  • Computer Vision
  • Algorithmen für Kryptographie
  • Rechnernetze
  • Technologien und Methoden der Softwaresysteme I
  • Grundlagen der Informationssicherheit
  • IT-Architekturen in der Produktion

Modulcontainer Messtechnik II (alte SPO, Studienbeginn bis WS 18/19)

  • Messtechnik in der Automatisierungstechnik
  • Optische Messtechnik

Modulcontainer Höhere Informatik (alte SPO, Studienbeginn bis WS 18/19)

Im Modulcontainer „Höhere Informatik“ sind im Umfang von 6 LP ein oder mehrere Module aus dem Angebot der Studiengänge der Fakultät Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik zu wählen.

Die Liste der wählbaren Lehrveranstaltungen kann dem Vorlesungsverzeichnis (siehe C@MPUS) entnommen werden.

Veranstaltungen, die nicht im Vorlesungsverzeichnis aufgeführt sind, können nur bei vorheriger Zustimmung des Prüfungsausschussvorsitzenden anerkannt werden.

Modulcontainer Grundlagen der Natur- und Ingenieurwissenschaften (alte SPO, Studienbeginn bis WS 18/19)

Die Liste der wählbaren Lehrveranstaltungen kann dem Vorlesungsverzeichnis (siehe C@MPUS) entnommen werden.

Anwendungsfächer

Im Anwendungsfach sollen Sie fundierte Kenntnisse aus einem möglichen Anwendungsgebiet der Technischen Kybernetik erhalten. Das Angebot gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihren Neigungen entsprechend auszuwählen. 


Die aktuelle Modulbeschreibungen finden Sie in C@mpus.

Im Sommersemester 2020 findet eine Vorstellung der Anwendungsfächer über ILIAS statt.
Sollten Sie noch keine Einladung per E-Mail erhalten haben, dann schreiben Sie bitte eine kurze E-Mail, die Ihren ILIAS-Namen enthält, an Matthias Hirche.

Bitten denken Sie an Ihren Übersichtsplan (siehe "Wahlpflichtfächer").

Kurzbeschreibung:

Biologische Systeme wie das Immun- oder das Nervensystem, aber auch intrazelluläre metabolische und Signaltransduktionsnetzwerke sind komplex und schwer zu verstehen. Ein wichtiges Hilfsmittel zum Verständnisgewinn ist die Modellierung sowie die Analyse der (in der Regel) nichtlinearen Modelle dieser Systeme. Das Studium der Technische Kybernetik vermittelt vielfältige methodische Grundlagen dynamischer Systeme. Im Anwendungsfach Systembiologie werden diese ergänzt durch die Vermittlung von Kenntnissen zur Modellierung und Analyse biologischer Systeme. Dies beinhaltet sowohl Grundlagen der Biologie, wie auch der partikulären Eigenschaften dieser Modelle. Des Weiteren können anwendungsrelevante Themen wie Bioinformatik, Metabolic Engineering und Biotechnologie vertieft werden. Mögliche Anwendungen der Systembiologie reichen von der biologischen Grundlagenforschung über die Biotechnologie bis hin zur Medizin und Pharmakologie.

Kontaktpersonen:

 

Kurzbeschreibung:

Im Anwendungsfach Energiesysteme-Energietechnik lernen Sie den Energiesektor als breites Anwendungsfeld für die technische Kybernetik kennen: von der Regelung der Kraftstoffzufuhr bei Dampfkraftanlagen bis hin zur Regelung des geeigneten Energiemixes. Sie vertiefen sich in die Prozesse und Techniken bei der Energieumwandlung und Energieversorgung. 
 
Im Pflichtmodul legen Sie die Basis mit den physikalisch-technischen Grundlagen der Energiewandlung und stellen den Bezug zur Bereitstellung von Energieträgern und der Energienutzung her. Sie lernen die komplexen Zusammenhänge der Energiewirtschaft und Energieversorgung kennen und können diese analysieren. Mit Abschluss des Moduls können Sie die grundlegenden Methoden der Bilanzierung und der Wirtschaftlichkeitsrechnung zur Analyse und Beurteilung von Energiesystemen einschließlich ihrer umweltseitigen Effekte anwenden. Im Wahlbereich können Sie sich in einem von fünf Gebieten tiefer mit technischen Aspekten der Energieumwandlung beschäftigen und bekommen einen Einblick in die anwendungsbezogenen Fragestellungen der technischen Kybernetik. 
 
Zur Wahl stehen Ihnen:
•    „Energie- und Umwelttechnik“, 
•    „Grundlagen der Heiz- und Raumlufttechnik“, 
•    „Grundlagen der thermischen Strömungsmaschinen“, 
•    „Hydraulische Strömungsmaschinen in der Wasserkraft“ und
•     „Kerntechnische Anlagen zur Stromerzeugung“.

Hinweis: Das Anwendungsfach wurde bis zum Wintersemester 2015/16 unter dem Namen Luft- und Raumfahrttechnik angeboten.

Ansprechpersonen:

Kurzbeschreibung:

Mechatronik bezeichnet das Zusammenwirken von Mechanik, Elektronik und Informationstechnik. Das Anwendungsfach Kraftfahrzeugmechatronik befasst sich mit den zahlreichen elektronischen und elektrischen Komponenten und Systemen im Automobil, mit der Software im Auto sowie mit den Methoden zur Funktionsentwicklung. Daneben ist wahlweise eine Vertiefung im Bereich Verbrennungsmotoren oder im Bereich Kraftfahrzeugtechnik (z. B. Fahrwerk, Räder, Bremsen etc.) vorgesehen.

Hauptgründe für die Einführung von Elektronik im Automobil sind die Verbesserung von Wirtschaftlichkeit/Leistungsfähigkeit (z. B. Antriebsstrangoptimierung), Komfort (z. B. Klimaregelung, elektrische Fensterheber und Sitzverstellung), Sicherheit (z. B. Fahrdynamikregelung, Airbag, Wegfahrsperre) und Umweltverträglichkeit (z. B. Abgasregelung). 

Ansprechperson:

Mathias Jaksch, M.Sc.

Weitere Informationen:

 

Kurzbeschreibung:

Technische Schwierigkeiten können in mechatronischen und mechanischen Systemen in vielfältiger Weise auftreten. So schränken beispielsweise oft Schwingungen die nutzbare Leistungsfähigkeit mechatronischer Systeme ein und müssen zuverlässig beherrscht werden. Das Anwendungsfach Mechatronische Probleme befasst sich daher mit Anwendungen der Dynamik für die Analyse, Modellierung und Simulation mechanischer und mechatronischer Systeme. Hierbei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf den mechatronischen Grundlagen, der Beschreibung nichtlinearer Schwingungsphänomene sowie der experimentellen Analyse schwingender Strukturen. Beispiele aus der industriellen Praxis verdeutlichen die Anwendung der Vorlesungsinhalte.

Inhaltlich passende Fächer aus anderen Bereichen, z. B. der Kognitiven Robotik oder den Windenergieanlagen, können nach vorheriger Absprache ebenfalls als Ergänzungsfächer angerechnet werden.

Kontaktpersonen

Effiziente Verkehrssysteme und Verkehrsabläufe sind Grundvoraussetzung für eine moderne Gesellschaft. Die Mobilitätsansprüche der Menschen und der Wirtschaft stellen hohe Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur und an Systeme zur Beeinflussung des Verkehrsablaufs Moderne Verkehrssysteme sollen Ortsveränderungen schnell, zuverlässig, energieeffizient, sicher und komfortabel transportieren und dabei die Umwelt möglichst wenig durch Lärm- und Schadstoffemissionen belasten. Im Anwendungsfach Planung und Betrieb von Verkehrssystemen werden grundlegende Methoden zur Ermittlung und Prognose der Verkehrsnachfrage, zur Gestaltung und zum Betrieb von Verkehrsnetzen vorgestellt.

Kontaktpersonen:

Die heutige und zukünftige Energieversorgung ist eine der großen Aufgaben von Forschung, Industrie und Politik. Die große Herausforderung besteht darin, Lösungen zu finden, die im Spannungsfeld teilweise gegensätzlicher Faktoren wie Umweltschutz und Emissionsminderung, Energiekosten, Ressourcenschonung und -verfügbarkeit oder gesellschaftliche Akzeptanz umsetzbar sind. 


Netze und Kraftwerke spielen für die zukünftige elektrische Energieversorgung unserer Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Beide Begriffe sind vor dem Hintergrund aktueller Änderungen im Energiesystem allerdings erweitert zu sehen: Zu den „klassischen“ konventionellen Kraftwerken gesellt sich ein stark ansteigender Anteil erneuerbarer und dezentraler Erzeuger wie Windkraftanlagen, Solarkraftwerke oder Biomasse sowie perspektivisch auch Speicher mit verschiedenen Technologien. Hierdurch werden die konventionellen Kraftwerke nicht überflüssig, aber ihre Rolle ändert sich stark. Parallel werden die „klassischen“ Drehstromnetze zukünftig mit Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungen (HGÜ) und leistungselektronischen Komponenten verstärkt zu hybriden Netzstrukturen ausgebaut.  


Einen entscheidenden Beitrag zum Umbau der heutigen elektrischen Energieversorgung leistet dabei die Regelungstechnik. Bereits heute werden verstärkt neue Konzepte der Kraftwerks- und Netzregelungstechnik entwickelt und eingeführt, um einerseits die Integration erneuerbarer Erzeuger in unser Energiesystem zu ermöglichen, andererseits CO2-Emissionen, Anlagenverschleiß und Kosten zu senken. 


Das Anwendungsfach "Regelungstechnik in der elektrischen Energieversorgung" führt über das Pflichtmodul „Regelung von Kraftwerken und Netzen“ in die dynamischen Aspekte des modernen Kraftwerks- und Verbundnetzbetriebs ein und beleuchtet die damit zusammenhängenden automatisierungs- und regelungstechnischen Aufgaben. 


Die Vorlesung teilt sich in drei Bereiche auf: Kraftwerke, Netze und Übungen.


Im Kraftwerksbereich werden die Grundlagen der Regelung der verschiedenen Kraftwerkstypen von fossilen Kraftwerken über Kernkraftwerke bis hin zu regenerativen Erzeugern vorgestellt. Im Netzbereich wird das elektrische Übertragungsnetz behandelt und die Grundlagen der Netzregelung vorgestellt. In diesem Rahmen bildet der Themenbereich „Regelenergie“ einer der Schwerpunkte, sowie moderne koordinierte Netzregelkonzepte wie der in Deutschland 2009 eingeführte „Netzregelverbund“.


Da für das erfolgreiche Zusammenwirken der Akteure der elektrischen Energieversorgung aufeinander abgestimmte Mechanismen und Verhaltensregeln notwendig sind, kommen Vorgaben wie dem Transmission Code eine hohe Bedeutung zu. Diese und weitere nationale und internationale Spezifikationen und Richtlinien für die Regelaufgaben in der Stromerzeugung werden vorgestellt und ihre Auswirkungen auf das Verbundsystem bewertet. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den vielfältigen aktuellen Entwicklungen, die sowohl von europäischer als auch nationaler Ebene angestoßen werden. 


Als dritter Teil runden Übungen, vor allem im Bereich der Modellbildung und Simulation geregelter Energiesysteme, das Pflichtfach ab. Zudem werden die Vorlesungsinhalte in Form erster konkreter Reglerentwürfe angewendet und verdeutlicht. 


Das Wahlfach soll einen vertiefenden Einblick in einen ausgewählten Bereich der Energieversorgung liefern. Mögliche Wahlfächer finden Sie im Fächerüberblick.

Im Modul  "Natur- und Ingenieurwissenschaftliche Vertiefung" empfehlen sich, je nach bevorzugter Vertiefungsrichtung, die Vorlesungen:

  • Technische Thermodynamik II
  • Einführung in die Elektrotechnik II 

Fächerüberblick und Kontaktpersonen:

Nicht nur in der Ingenieurwelt spielt die Kybernetik eine große Rolle. Auch in der Wirtschaft kann sie angetroffen werden. Aus diesem Grund wurde das Anwendungsfach Sozio-technische Systeme in Wertschöpfung und Innovation ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, ein Unternehmen als dynamisches kybernetisches System mit seinen Funktionen - den grundlegenden Elementen der Betriebswirtschaft aus Sicht der Kybernetik - zu betrachten. Dabei werden Modelltypen und Modellierungsmethoden für wirtschaftswissenschaftliche Systeme und Prozesse erörtert sowie ausgewählte betriebswirtschaftliche Methoden der Unternehmensführung betrachtet. Den Studierenden werden dabei kybernetische Methoden für die Planung und Kontrolle operativer Prozesse in Unternehmen und zwischen denselben in Wertschöpfungsnetzwerken vermittelt. Somit kennen die Studierenden nach ihrem Bachelorabschluss den Aufbau und die Funktionen des Systems "Unternehmen" sowie die Strukturen der Unternehmensführung. Darauf aufbauend ist ihnen wohlbekannt, wie Wertschöpfungsprozesse im und zwischen Unternehmen modelliert und gestaltet werden können.
Hörerinnen und Hörer dieses Anwendungsfachs können aufgrund von wirtschaftswissenschaftlichem Basiswissen zur Gestaltung von Wertschöpfungssystemen und Geschäftsmodellen aus ingenieurwissenschaftlicher Sicht beitragen. 

Ansprechpersonen:

Das Anwendungsfach Steuerungstechnik wird durch die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des ISW inhaltlich geprägt. Kerninhalte sind die Konzeption und Anwendung steuerungstechnischer Mittel zur Automatisierung von Werkzeugmaschinen, Robotern und sonstigen Fertigungsanlagen. Der daraus abgeleitete Vorlesungsstoff vermittelt die Grundlagen für die industrielle Automatisierungstechnik und ist nicht nur auf die Produktionstechnik bezogen.

Ein Schwerpunkt der Ausbildung im Anwendungsfach Steuerungstechnik sind die Grundprinzipien des Aufbaus von Steuerungssystemen, die dazugehörige System- und Kommunikationstechnik und Steuerungsalgorithmen. 

Neben den möglichen Steuerungsmitteln, beginnend mit den mechanischen Steuerungen, über die hydraulischen Steuerungen hin zu Kontakt- und elektronischen Steuerungen (SPS und NC/RC), wird auch die Kompetenz in der Auswahl und Programmierung dieser Steuerungsarten vermittelt.

Anwendungsbezogene Vorlesungen zu den Gebieten der Steuerungsfunktionen für die Servicerobotik, mechatronische Anwendungen in der Medizintechnik, Montage- und Handhabungstechnik sowie der fluidischen Steuerungssysteme zeigen beispielhaft typische industrierelevante Applikationen der Steuerungstechnik. 

Ansprechpersonen:

Wie lässt sich das Verhältnis von Theorien und beobachtbaren Sachverhalten erfassen? Der Weg von Beobachtungen zu Theorien wird unter den verschiedenen Methoden der "Induktion" (bis hin zum induktiv-statistischen Schließen) geregelt; auf der anderen Seite eröffnet sich ein großer Spielraum für den Umgang mit Theorien angesichts bestimmter Beobachtungsdaten, welcher selber Gegenstand mannigfacher wissenschaftstheoretischer überlegungen ist ("Falsifikationismus", "Exhaustion" etc.). Die "Wahrheitstheorien" formulieren Kriterien für die Anerkennung empirischer und theoretischer Sätze; die "Theorie des Experiments" untersucht die Bedingungen, unter denen wir Beobachtungen anerkennen; überlegungen zur "Sprachphilosophie" fragen nach den Regeln, unter denen wir Vorstellungen sprachlich identifizieren. Wissenschaftlicher und technischer Fortschritt sind eng miteinander verknüpft. In den philosophisch-anthropologischen Fragen nach dem Wesen des Menschen (mögliche Antworten reichen vom "animal rationale" (Aristoteles) über das "tool making animal" (Franklin) bis hin zum "Mängelwesen" (Gehlen)) sind jeweils zugleich die Grundlinien der Bestimmung dessen, angelegt, was Technik ist: Von der Technik als Kompensation natürlicher Mängel bis hin zur Bestimmung von Technik als Medium.

Ansprechpersonen:

Alternative zur Höheren Mathematik

Als Alternative zu den Modulen Höhere Mathematik 1&2, Höhere Mathematik 3 und Numerische Methoden der Dynamik können Sie die Module Analysis 1, Lineare Algebra und Analytische Geometrie 1, Analysis 2 und Analysis 3 belegen.
Im ersten Semester sind damit mit der Alternative 18 ECTS statt 9 ECTS vorgesehen, wobei im vierten Semester mit der Alternative 6 ECTS wegfallen.

Die Veranstaltung Höhere Mathematik findet für Studierende der Studiengänge Elektrotechnik, Technische Kybernetik, Physik und Geodäsie statt. Die Veranstaltungen Analysis und Lineare Algebra sind Lehrveranstaltungen für Mathematikerinnen und Mathematiker, jedoch nehmen viele Physik Studierende die Möglichkeit wahr, diese Vorlesung als Alternative zur Vorlesung Höhere Mathematik zu besuchen.

Im Unterschied zur Lehrveranstaltung Höhere Mathematik werden in den Vorlesungen Analysis und Lineare Algebra die mathematischen Grundlagen sowie abstrakte Theorien detaillierter behandelt. Nicht das „Ausrechnen-Können“ steht im Vordergrund, sondern das Verständnis für mathematische Zusammenhänge. Deshalb wird großer Wert auf eine präzise Beweisführung gelegt – sowohl in der Vorlesung als auch in den Übungen. Studierende der Technischen Kybernetik, die diesen Weg wählen, verinnerlichen dadurch eine strikte mathematische Denk- und Vorgehensweise.

Mathematik macht Spaß! Mehr Mathematik macht mehr Spaß! Aber das ist nicht alles:

Die Mathematik spielt eine herausragend wichtige Rolle für die Technische Kybernetik. Insbesondere falls Sie in höheren Semestern bzw. in einem weiterführenden Master-Studium die theoretischen Bereiche der Technischen Kybernetik (Regelungstechnik, technische Dynamik, Mechanik, ...) vertiefen möchen, werden Sie von der vertieften Mathematikausbildung nachhaltig profitieren.

Es besteht das Risiko, dass sich die Vorlesungen Analysis und Lineare Algebra mit anderen Vorlesungen des Kybernetik-Studiums überschneiden. In beiden Vorlesungen (Analysis und Lineare Algebra) muss wöchentlich jeweils ein Übungsblatt bearbeitet werden, d. h. doppelt so viele wie in der Höheren Mathematik. Dies kann vor allem im ersten Semester eine deutliche Mehrbelastung darstellen und dazu verleiten andere Fächer wie z. B. Technische Mechanik und Informatik zu vernachlässigen.

Falls Sie sich für die alternativen Mathematik-Vorlesungen entscheiden, sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie dadurch keinen direkten Vorsprung gegenüber den anderen Kybernetik-Studierenden erhalten.
Weiterführende Lehrveranstaltungen setzen lediglich Kenntnisse aus der Höheren Mathematik voraus. Das zusätzliche Wissen in der abstrakten Theorie findet kaum Anwendung im restlichen Kybernetik-Studium.

Falls Sie ein großes Interesse an der Mathematik haben und möglicherweise eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben, ist es empfehlenswert die Analysis und Lineare Algebra als Alternative zu wählen. Dadurch können Sie sich bereits früh im Studium eine wissenschaftliche Arbeitsweise aneignen.

Kontakt für weitere Fragen

Dieses Bild zeigt  Matthias Hirche
M.Sc.

Matthias Hirche

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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