Beurlaubung

Studierende können sich auf Antrag in besonderen Fällen beurlauben lassen (§ 61 LHG).

  1. an einer ausländischen Hochschule oder einer Sprachschule studieren wollen;
  2. als Fremdsprachenassistent/in oder Schulassistent/in im Ausland tätig sein wollen;
  3. eine berufspraktische Tätigkeit aufnehmen, die dem Studienziel dient.
    Bitte füllen Sie in diesem Fall zusätzlich die Bestätigung kein Pflichtpraktikum (PDF) aus und reichen Sie diese mit Ihrem formlosen Antrag auf Beurlaubung ein.
  4. wegen Krankheit keine Lehrveranstaltungen besuchen können bzw. an der Erbringung von Studien- und Prüfungsleistungen gehindert sind;
  5. zum Wehr- und Zivildienst einberufen werden;
  6. ihren Ehegatten/Lebenspartner oder einen in gerader Linie Verwandten oder ersten Grades Verschwägerten, der hilfsbedürftig im Sinne des Bundessozialhilfegesetzes ist, pflegen oder versorgen;
  7. kurz vor der Niederkunft stehen und/oder ihr Kind anschließend pflegen;
  8. ein Kind unter fünf Jahren  betreuen und überwiegend selbst versorgen, das im selben Haushalt lebt und für das ihnen die Personensorge zusteht;
  9. eine Freiheitsstrafe verbüßen;
  10. sonstige wichtige Gründe für eine Beurlaubung geltend machen.
  • Vorbereitung auf Prüfungen oder Anfertigen der Abschlussarbeit
  • Praktika oder Auslandsaufenthalte, die in der Prüfungsordnung vorgesehen und in der Regelstudienzeit berücksichtigt sind, z.B. Schulpraxissemester in den Studiengängen für das gymnasiale Lehramt
  • Übernahme von Arbeiten bzw. Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses zur Finanzierung des Lebensunterhalts

Die Beurlaubung kann nur genehmigt werden, wenn das Ausbildungsziel des Semesters aus objektiven Gründen nicht erreicht werden kann. Der Grund für die Beurlaubung soll vorübergehenden Charakter haben, und die Zeit der Beurlaubung soll in der Regel zwei Semester für denselben Grund nicht überschreiten.

Antrag auf Beurlaubung

Der Antrag ist formlos schriftlich beim Studiensekretariat zu stellen; dabei ist der Beurlaubungsgrund unverzüglich, spätestens bis zum Ende des Beurlaubungssemesters, durch geeignete Bescheinigungen nachzuweisen. Wenn Sie sich wegen einer berufspraktischen Tätigkeit beurlauben lassen möchten, füllen Sie bitte zusätzlich die Bestätigung kein Pflichtpraktikum (PDF) aus und fügen Sie diese Ihrem formlosen Antrag bei.

Ein Urlaubsantrag in den Fällen 1-3 sollte während der Rückmeldefrist für das folgende Semester gestellt werden. In den anderen Fällen ist die Beurlaubung nach Eintritt des Beurlaubungsgrundes unverzüglich im laufenden Semester zu beantragen. Eine Beurlaubung für ein abgelaufenes Semester ist grundsätzlich nicht möglich. 

Lehrveranstaltungen und Prüfungen während der Beurlaubung

Während der Beurlaubung bleiben Sie an der Universität Stuttgart immatrikuliert, weshalb der Semesterbeitrag zu bezahlen ist. Sie sind jedoch nicht berechtigt, Lehrveranstaltungen zu besuchen und Universitätseinrichtungen (außer Bibliotheken und das Rechenzentrum) zu nutzen.

Ausnahme: Studierende, die in Mutterschutz oder Elternzeit beurlaubt sind, können an Lehrveranstaltungen teilnehmen, Studien- und Prüfungsleistungen erbringen und alle Hochschuleinrichtungen unbeschränkt nutzen. Gleiches gilt für Studierende, die einen nahen Angehörigen, der pflegebedürftig gemäß §§ 14, 15 SGB XI ist, gemäß § 7 Absatz 3 des Pflegezeitgesetzes pflegen.

Prüfungen, die nicht Teil einer Lehrveranstaltung sind, können abgelegt werden. Während einer Beurlaubung besteht keine Verpflichtung zur Teilnahme an Wiederholungsprüfungen.

Soweit die einschlägige Prüfungsordnung Freiversuchs­regelungen oder andere Anreizsysteme für ein frühzeitiges Ablegen der Prüfungen enthält, können nach Maßgabe der Prüfungsordnung in der Regel bis zu zwei Urlaubssemester bei der Berechnung der Fristen unberücksichtigt bleiben.

Berechnung der Semesteranzahl

Urlaubssemester zählen als Hochschulsemester, aber nicht als Fachsemester. Für die Fristen zum Ablegen bestimmter Prüfungen nach den einschlägigen Prüfungs­ordnungen werden in der Regel die Fachsemester gezählt.

Mögliche Konsequenzen

Bitte beachten Sie, dass eine Beurlaubung Konsequenzen an anderer Stelle nach sich ziehen kann, beispielsweise beim BAföG, beim Kindergeld oder bei der Aufenthaltsgenehmigung. Bitte informieren Sie sich bei den entsprechenden Ämtern (z.B. Amt für Ausbildungsförderung, Sozialamt, Kindergeldstelle, Ausländerbehörde). 

Rechtsgrundlage

  • Zulassungs- und Immatrikulationsordnung der Universität Stuttgart
  • Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg (LHG)
  • Beitragsordnung des Studierendenwerk Stuttgart

Kontakt

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 Studiensekretariat: Studienbeiträge/ -gebühren
 

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