Europa

Im Rahmen der Austauschprogramme der Universität Stuttgart haben Sie die Möglichkeit, für ein akademisches Jahr an einer Partneruniversität in Europa zu studieren.

Erasmus+

Das Erasmus+ Programm

Das Hochschulprogramm Erasmus+ fördert seit 1987 grenzüberschreitende Mobilität von Studierenden, Hochschuldozenten und Hochschulpersonal in Europa. Mit einer Beteiligung von 33 europäischen Staaten sowie rund 2 Millionen geförderten Studierenden und mehr als 200.000 Dozenten ist Erasmus+ eine der großen Erfolgsgeschichten der Europäischen Union. Erasmus+ hat sich mit der Förderung der Auslandsmobilität und zudem durch die Unterstützung der Entwicklung gemeinsamer Lehrpläne und europäischer Intensivprogramme zu einem wichtigen Instrument der Internationalisierung der europäischen und gerade auch der deutschen Hochschulen entwickelt.

Erasmus+ (c)
Erasmus+

Folgende europäischen Länder nehmen an Erasmus+ teil

Die 28 EU-Mitgliedsstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen, Mazedonien und die Türkei.

Im Ausland ein oder zwei Semester studieren? Hier wird erklärt wie es funktioniert.

Dauer: 2:38 | © YouTube | Quelle: YouTube

Das Erasmus+ Programm fördert folgende Maßnahmen:

Mobilität von Einzelpersonen (Studierenden- und Personalmobilität) innerhalb Europas (Programmländer) und weltweit (Partnerländer)

  • Auslandsstudium (SMS)
  • Auslandspraktikum (SMP)
  • Dozentenmobilität (STA)
  • Personalmobilität (STT)

Hochschulkooperationen und Partnerschaftsprojekte

Erasmus+ vereint mit den Strategischen Partnerschaften, den Internationalen Hochschulpartnerschaften zum Kapazitätsaufbau in Partnerländern den Wissensallianzen zur Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Erasmus Mundus Joint Master Degrees zum ersten Mal verschiedene Förderinstrumente unter einem Dach, um die Internationalisierungskonzepte der Hochschulen strukturell zu unterstützen. In den Strategischen Partnerschaften ist dabei auch eine europäische Zusammenarbeit mit Partnern aus unterschiedlichen Bildungsbereichen möglich, die gemeinsam übergreifende Themenstellungen innovativ bearbeiten können.

Informationen zur Antragstellung

Allgemein

Erasmus Mundus Joint Master Degrees

Erasmus Mundus Joint Master Degrees ist das Nachfolgeprogramm der Erasmus Mundus Masterkurse. Dabei handelt es sich um internationale Master-Studiengänge, die von mindestens drei europäischen Hochschulen aus drei europäischen Ländern gemeinsam angeboten werden und mit einem Doppel-, Mehrfach oder Gemeinsamen Abschluss abgeschlossen werden und mindestens zwei verpflichtende Mobilitätsphasen in zwei unterschiedlichen europäischen Ländern umfassen.

Die Erasmus Mundus Joint Master Degrees werden durch die Europäische Kommission gefördert und verleihen in diesem Rahmen Stipendien an Studierende aus aller Welt. Die Stipendien werden über europäische Hochschulnetzwerke vergeben, die bei der EU-Kommission bzw. deren Exekutivagentur in Brüssel erfolgreich einen Antrag gestellt haben.

Der nächste Aufruf wird im Herbst 2018 veröffentlicht. Die Antragsfrist endet voraussichtlich im Februar 2019.

Informationen für Antragsteller

Strategische Partnerschaften

Die Maßnahme Strategische Partnerschaften eröffnet den Hochschulen die Möglichkeit, ihre Internationalisierungskonzepte strukturell zu unterstützen, innovative thematisch oder regional ausgerichtete Netzwerke zu bilden und flexibel Maßnahmen (z.B. gemeinsame Curricula oder Module, Sommerschulen, neue pädagogische Methoden & Ansätze, neue Formen des Lernens, etc.) zu definieren, die sie zur inhaltlichen Vertiefung der Zusammenarbeit einsetzen wollen.

Die Einbindung von Partnern außerhalb der „academia“ in Hochschulnetze und die Zusammenarbeit mit Schulen, Betrieben, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und Jugendverbänden in bereichsübergreifenden Partnerschaften  eröffnen  für  die  Hochschule  nicht  nur  die  Chance,  sich  stärker  international zu  profilieren, sondern sich zudem im Zeichen einer zunehmenden Durchlässigkeit der Bildungsbereiche zu einer „offenen Hochschule“ weiterzuentwickeln und „breiter“ auszurichten.

Die Modernisierung und Diversifizierung von Bildungsangeboten sowie die Öffnung der Hochschulen für neue

Zielgruppen sind nur einige Themen in diesem Zusammenhang.

Der nächste Aufruf wird im Herbst 2018 veröffentlicht. Die Antragsfrist endet voraussichtlich im März 2019.

Informationen für Antragsteller

Kapazitätsaufbau in der Hochschulbildung

Erasmus+ eröffnet den Hochschulen zudem die Möglichkeit, sich außerhalb Europas strukturell im Rahmen von Kapazitätsaufbauprojekten in Netzwerken für die nachhaltige Entwicklung von Hochschulsystemen und Hochschulen in Drittländern zu engagieren. Die Kapazitätsaufbauprojekte führen im Wesentlichen die bewährten EU-Drittlandprogramme Tempus, Alfa und Edulink fort.

In diesen Partnerschaften stehen Projekte zum Kapazitätsaufbau mit allen Regionen der Welt im Mittelpunkt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit Ländern, die durch die Nachbarschaftspolitik der EU abgedeckt sind (z.B. Länder des südlichen Mittelmeerraumes).

Der nächste Aufruf wird im Herbst 2018 veröffentlicht. Die Antragsfrist endet voraussichtlich im Februar 2019.

Informationen für Antragsteller

Wissensallianzen

Der stärker in den Fokus gerückten Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft wird besonders mit der Maßnahme Wissensallianzen (Knowledge Alliances) Rechnung getragen. Es handelt sich dabei um sehr groß angelegte sowie kostenintensive Programme, die eine weitgefächerte Beteiligung von Institutionen aus mindestens drei europäischen Ländern voraussetzt und auf die Stärkung unternehmerischer Fähigkeiten als auch auf die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit abzielen.

Der nächste Aufruf wird im Herbst 2018 veröffentlicht. Die Antragsfrist endet voraussichtlich im Februar 2019.

Informationen für Antragsteller

+-

Die Teilnehmer müssen Staatsangehörige eines der Erasmus+ Teilnahmeländer sein um am Programm teilnehmen zu können. Studierende aus Nicht-EU-Ländern können am Erasmus+ Programm teilnehmen, sofern sie regulär an einer deutschen Hochschule immatrikuliert sind und ihr gesamtes Studium dort absolvieren. Lehrende und sonstige Mitarbeiter müssen an einer deutschen Hochschule tätig sein, um am Programm teilnehmen zu können.

Studierende, Lehrende und Mitarbeiter mit besonderen Bedürfnissen können einen Zuschuss für Mehrkosten im Rahmen eines Erasmus+ Aufenthalts erhalten. Dies gilt für alle Erasmus+ Mobilitätslinien.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Weitergehende Informationen zu den Erasmus+ Mobilitätsmaßnahmen erhalten Sie beim
Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD),
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit
Kennedyallee 50, 53115 Bonn
Tel.: +49 228 882-578, Fax: +49 228 882-555
E-Mail 

Erasmus+ Studierendenmobilität: Auslandsstudium (SMS)

Mit rund 240 Hochschulen in 29 europäischen Ländern unterhalten alle zehn Fakultäten der Universität Stuttgart Partnerschaftsvereinbarungen innerhalb des Erasmus+ Programms. Bei Interesse an einem Auslandsstudium im Rahmen des Erasmus+ Programms, sollten Sie sich zunächst im Dezernat Internationales im Rahmen einer Gruppenberatung über die Möglichkeiten, die ihr Fachbereich für Sie anbietet, informieren.

Um an einem Austauschprogramm teilzunehmen, bitten wir Sie folgende Hinweise zu beachten und einzuplanen:

+-
  • Eine Erasmus+ Mobilität ist innerhalb der 28 EU-Länder, Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz (als Sonderfall im sogenannten Swiss-European Mobility Programm), der Türkei und Mazedonien möglich.
  • Möglichkeit eines Studienaufenthalts von 3 Monaten bis 12 Monaten.
  • Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule.
  • Anerkennung von Studienleistungen, die an der Partnerhochschule erbracht werden, in vorheriger Absprache mit dem Prüfungsausschuss, betreuenden Fachkoordinatorinnen und Fachkoordinatoren, sowie Dozentinnen und Dozenten.
  • Unterstützung bei der fachlichen und sprachlichen Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt durch die Universität Stuttgart und die Gasthochschule.
  • Betreuung durch die Partnerhochschule bezüglich Unterkunft und kulturellem Angebot.
  • Sonderförderung - Erasmus+ soll die Chancengleichheit und Inklusion fördern, aus diesem Grund wird Studierenden aus benachteiligten Verhältnissen (dies gilt in Deutschland für während des Auslandsstudiums Alleinerziehende) und Studierenden mit besonderen Bedürfnissen der Zugang zum Programm erleichtert. Nähere Informationen zur Sonderförderung erhalten Sie bei unserer Erasmus+-Hochschulkoordinatorin.

Für Studierende der Universität Stuttgart, die im akademischen Jahr 2018/19 ins Ausland gehen, gelten folgende Fördersätze:

Gruppe 1

Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich

 

420 Euro/Monat

 

Gruppe 2

 

Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern

 

 

360 Euro/Monat

 

Gruppe 3

 

Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, EJR Mazedonien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

 

 

300 Euro/Monat

 

Praktika

 

Aufzahlung für alle Länder (Förderung nach Ländergruppe zuzüglich 100 Euro)

 

 

100 Euro/Monat

 

Die maximale Förderdauer bei Aufenthalten über ein Semester sind 4 Monate und bei Aufenthalten über 2 Semester 8 Monate.

  • Sie sind während des geplanten Auslandsstudiums an der Universität Stuttgart immatrikuliert.
  • Sie sind zum Zeitpunkt des Auslandsstudiums mindestens im 3. Semester Bachelor/Staatsexamen oder 1. Semester Master regulär eingeschrieben.
  • Der geplante Auslandsaufenthalt dauert min. 3 Monate (= 90 Tage) und max. 12 Monate (= 360 Tage) innerhalb eines Hochschuljahres (01. Juni bis 30. September des darauffolgenden Jahres).
  • Der geplante Auslandsaufenthalt ist integrierbarer Teil des Studiengangs (Möglichkeit auf Anrechenbarkeit der im Ausland erbrachten Studienleistungen gegeben, aber nicht Pflicht).
  • Förderungen: Sie nehmen nicht gleichzeitig Zuschüsse aus einem anderen EU- und/oder DAAD-Programm (z.B. Erasmus+ Praktika, DAAD-Jahresstipendium, PROMOS etc.) für Ihr Auslandsstudium in Anspruch. Die Förderung des Auslandsaufenthalts durch Auslands-BAföG und z.B. als StipendiatIn eines der deutschen Begabtenförderungswerke ist mit der Erasmus+ Förderung kombinierbar.
  • Sprachkenntnisse: Sie verfügen über ausreichende Sprachkenntnisse um an Lehrveranstaltungen teilnehmen zu können. Ein Sprachniveau der Unterrichtssprache von mindestens B2 für Englisch und B1 für alle weiteren Fremdsprachen wird von der EU dringend empfohlen. Jede Gasthochschule hat ihre eigenen Sprachanforderungen, die Sie erfüllen müssen, um eine Zulassung dort zu erhalten.
  • Inter-Institutional Agreement: Das Auslandsstudium muss im Rahmen eines gültigen Inter-Institutional Agreements zwischen der Universität Stuttgart und einer Erasmus+ Partnerhochschule stattfinden.
  • Fachfremde Mobilität: Studierende, die einen Studienaufenthalt an einer europäischen Hochschule planen, mit der keine Vereinbarung des eigenen Fachbereichs besteht, haben z.T. die Möglichkeit, sich fachfremd, d.h. über einen anderen Fachbereich zu bewerben, sofern:
    - Die Plätze von den facheigenen Studierenden ungenutzt bleiben.
    - Die FachkoordinatorInnen bereit sind Sie fachfremd an die Partnerhochschule zu nominieren.
    - Die Partnerhochschule mit der fachfremden Mobilität einverstanden ist.
    Eine fachfremde Mobilität sollte möglichst innerhalb der Oberbegriffe Ingenieur-, Natur- oder Geistes-/Sozialwissenschaften absolviert werden.

Fachfremde Bewerber sollten später in Ihrer Kurswahl ca 2/3 der Kurse in dem Fachbereich an der Gasthochschule wählen, über den sie auch offiziell ins Ausland geschickt werden.
 
Anmerkung: Hochschulen in Großbritannien akzeptieren in der Regel keine fachfremden Nominierungen. In Spanien werden bis zu 50% der fachfremden Bewerber abgelehnt.

Das Erasmus+ Programm sieht die Anrechnung von Studienleistungen vor. Die wichtigsten Instrumente für die Anerkennung sind das Learning Agreement und das Transcript of Records. Im Folgenden möchten wir Sie über die einzelnen Schritte im Anerkennungsverfahren informieren und die Instrumente vorstellen.
 
Bitte beachten Sie, dass die Fakultäten für die Anrechnung von im Ausland erbrachten Studienleistungen zuständig sind und nicht das Dezernat Internationales. Wenden Sie sich daher bei Anerkennungsfragen an Ihre Fachkoordinatorin, Ihren Fachkoordinator oder den jeweiligen Prüfungsausschuss.

Prozessablauf mit detaillierten Informationen (Mouseover der gelben Infokästchen im hinterlegten PDF-Dokument) über das Anerkennungsverfahren an der Universität Stuttgart.

Vor dem Auslandsaufenthalt

Die Anerkennung im Ausland erbrachter Studienleistungen erfolgt nicht automatisch. Nehmen Sie daher so früh wie möglich nach Ihrer  Nominierung für das Erasmus+ Programm Kontakt mit Ihrer zuständigen Fachkoordinatorin  oder  Ihrem Fachkoordinator auf und besprechen Sie mit ihr oder ihm die Auswahl von Kursen und informieren sich über das Anerkennungsverfahren in Ihrem Fachbereich.
 
Eines der wichtigsten Instrumente für die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen ist das Learning Agreement (Lernvereinbarung). Für alle Studierenden, die ihren Auslandsaufenthalt im Rahmen des Erasmus+ Programms absolvieren, ist der Abschluss eines Learning Agreements verpflichtend. Allen Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt außerhalb des Erasmus+ Programms absolvieren, wird empfohlen ein Learning Agreement abzuschließen.
 
Im Learning Agreement wird vereinbart, welche Kurse im Ausland absolviert werden. Dieses setzt voraus, dass Sie sich intensiv mit dem Kursangebot der Gasthochschule auseinandergesetzt haben und die Kurswahl mit Ihrer Fachkoordinatorin oder Ihrem Fachkoordinator besprochen haben. Das Learning Agreement muss vor Antritt des Auslandsaufenthalts von allen drei Parteien unterschrieben werden (Studierende oder Studierender, Universität Stuttgart, Gasthochschule). Die Universität Stuttgart bestätigt durch die Unterschriften der entsprechenden Prüfer oder der Fachkoordinatorin beziehungsweise des Fachkoordinators (rot markierte Spalten im Learning Agreement), dass die gewählten Kurse anrechenbar sind und die Gasthochschule erklärt, dass der Studienplan voraussichtlich realisierbar ist. Bei allen fachlichen Fragen ist die Fachkoordinatorin oder der Fachkoordinator an der Universität Stuttgart wichtigster Ansprechpartnerin, bzw. wichtigster Ansprechpartner.

Um die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen zu vereinfachen, wurde das European Credit Transfer System (ECTS) entwickelt. Das System basiert auf der (quantitativen) Zuweisung von Kreditpunkten für bestimmte Lehrveranstaltungen und bietet einen Anhaltspunkt für den zeitlichen Arbeitsaufwand je Lehrveranstaltung. Als Norm gelten 30 ECTS pro Semester bzw. 60 ECTS pro Studienjahr. An der Universität Stuttgart entsprechen Leistungspunkte (LP) den ECTS (30 LP = 30 ECTS).
 
Das Dezernat Internationales setzt voraus, dass Studierende Prüfungsleistungen im Wert von mindestens 15 ECTS pro Semester an der Gasthochschule absolvieren. Ob diese anerkannt werden können bzw. sollen ist dabei nicht relevant. Die Fachbereiche (vertreten durch die Fachkoordinatorin oder den Fachkoordinator) bzw. die Gasthochschulen haben das Recht eigene Vorgaben zu den zu erwerbenden ECTS zu machen, d.h. ggf. auch mehr als 15 ECTS (max. 30 ECTS) pro Semester von ihren Studierenden zu verlangen. In der Regel belegen die Studierenden mindestens 2/3 ihrer Kurse im Fachbereich über den sie ins Ausland nominiert wurden bzw. in welchem sie an der Universität Stuttgart eingeschrieben sind. Die restlichen Kurse können, falls es die Gasthochschule gestattet (keine Garantie), aus einem anderen Fachbereich gewählt werden (z.B. für Zweitfächer, Nebenfächer, SQs, Wahlmodule). Bitte beachten Sie, dass Ihrer Kurswahl stets eine akademische Motivation des Auslandsstudiums ablesbar sein sollte, da der Auslandsaufenthalt ein integrierbarer Teil des Studiengangs sein muss.
 
Die Anerkennung von Fachkursen muss mit dem Fachbereich (einzelne Dozentinnen oder Dozenten / Prüferinnen oder Prüfer des Fachbereichs bzw. Prüfungsausschuss) vor Beginn des Auslandsstudiums besprochen und die Anerkennung auf dem Learning Agreement vermerkt werden. Die Anrechenbarkeit von Schlüsselqualifikationen klären Sie bitte vor Beginn des Auslandsstudiums mit dem Zentrum für Lehre und Weiterbildung (ZLW) ab.

Während des Auslandsaufenthalts

Sollten sich nach Ihrer Ankunft an der Gasthochschule Änderungen im Studienplan ergeben, haben Sie die Möglichkeit Ihr Learning Agreement anhand des Formulars „Changes to Original Proposed Learning Agreement“ abzuändern. Besprechen Sie die Änderungen unbedingt mit Ihren einzelnen Dozentinnen oder Dozenten / Prüferinnen oder Prüfern des Fachbereichs bzw. dem Prüfungsausschuss und Ihrer Fachkoordinatorin oder  Ihrem Fachkoordinator der Universität Stuttgart und lassen Sie es wieder von allen beteiligten Parteien unterschreiben. Senden Sie es vier Wochen nach Ankunft mit allen drei Unterschriften an die Erasmus-Hochschulkoordination der Universität Stuttgart.

Nach dem Auslandsaufenthalt

Nach Abschluss Ihres Auslandsaufenthalts stellt Ihnen die Gasthochschule ein Transcript of Records / Academic Transcript (= Leistungsnachweis) aus. Im Transcript of Records werden alle erbrachten Studienleistungen aufgeführt. Es stellt eine Voraussetzung für die Anerkennung von Studienleistungen dar. Bitte beachten Sie, dass Leistungen in der Regel nur anerkannt werden, wenn diese im Learning Agreement abgesprochen und vereinbart wurden und im Transcript nachgewiesen werden.

Zusätzlich zum Transcript benötigen die Fachbereiche zur Prüfung der Anerkennungsfähigkeit in der Regel weitere offizielle, nachprüfbare Veranstaltungsinformationen ("course descriptions") mit möglichst detaillierten Angaben zu:

  • Gliederung ("course content")
  • Literatur ("bibliography")
  • Fachsemester (1st, 2nd, 3rd-year)
  • Anzahl der Semesterwochenstunden
  • erzielbare Credits
Bitte beachten Sie:

Da die weltweiten Notensysteme nicht einheitlich sind, gibt es hierfür keine allgemeingültigen Umrechnungstabellen. Wichtig ist daher, dass die Gasthochschule Ihrem Leistungsnachweis eine Erläuterung der dortigen Benotungsskala beifügt.

Die Umrechnung und Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen findet stets im Fachbereich und nicht im Dezernat Internationales statt.  In der Regel müssen Sie nach Ihrer Rückkehr Ihr Learning Agreement, das Transcript of Records und einen Antrag auf Anerkennung beim Prüfungsausschuss einreichen. Die Verfahren können aber je nach Fach oder Fakultät variieren. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Fachkoordinatorin oder  Ihrem Fachkoordinator nach dem genauen Verfahren. Das Formular zur "Anerkennung von Modulen und Modulteilleistungen" erhalten Sie auf der Webseite des Prüfungsamts.

Die Umrechnung durch den Fachbereich findet in der Regel nach dem ECTS-Prinzip statt. Es kann u.a. auch die modifizierte bayerische Formel der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen verwendet werden. Außerdem gibt es die Umrechnungstabelle zur Anerkennung, die anhand der Grundlagen der Datenbank anabin (Informationsportal zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse der Zentralstelle) erstellt wurde.
 
Bitte beachten Sie, dass extern erbrachte Studienleistungen mit den Leistungspunkten anerkannt werden, die das Äquivalenzmodul an der Universität Stuttgart aufweist, d.h. wird ein 9 LP-Modul anerkannt, dessen Äquivalenzmodul 6 LP beinhaltet, können nur 6 LP anerkannt werden. Bei einer Anerkennung eines 3 LP-Moduls, dessen Äquivalenzmodul 6 LP beinhaltet, müssen 6 LP anerkannt werden.

Es besteht keine Pflicht der Studierenden, ihre im Ausland absolvierten Kurse an der Universität Stuttgart anerkennen zu lassen. Ein Gesuch nach Anerkennung ist somit freiwillig.

Bei massiven Beschwerden bezüglich der Anerkennung Ihrer im Ausland erbrachten Studienleistungen können Sie sich vertrauensvoll an die Ombudsperson Lehre wenden. Sie wird sich in ihrer Funktion für eine Lösung bzw. Erklärung einsetzen.

Bei Interesse an einem Studium in Europa sollten Studierende zunächst mit der Auslandsstudienberatung des Dezernat Internationales der Universität Stuttgart Kontakt aufnehmen. Dort werden die wichtigsten Informationen im Rahmen der Gruppenberatung Europa vermittelt. Im Dezernat Internationales steht Ihnen unsere Erasmus+ Hochschulkoordinatorin bei Anfragen zur Verfügung.

Die fachliche und organisatorische Beratung sowie die Bewerbung für einen Platz im Erasmus+ Programm laufen über die Erasmus+ Fachkoordinatorinnen und  Erasmus+ Fachkoordinatoren der Fachbereiche. Sie informieren auch über Schwerpunkte der einzelnen Partnerhochschulen, Voraussetzungen für die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen des Fachbereichs, Bewerbungsmodalitäten und -fristen sowie die Auswahlkriterien für einen Platz im Erasmus+ Programm.

Das Erasmus+ Programm beinhaltet keinen Versicherungsschutz. Weder die Europäische Kommission noch die Universität Stuttgart haftet für Schäden, Krankheiten und Unfälle, die im Zusammenhang mit einem Auslandsaufenthalt entstehen. Die Studierenden müssen selbst für die Dauer eines Auslandsaufenthalts für ausreichenden Versicherungsschutz Sorge tragen. Erkundigen Sie sich bitte rechtzeitig bei Ihren Versicherungen. Empfehlenswert sind:

  • Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport
  • Unfallversicherung mit Auslandsschutz (tritt nach der Erstversorgung durch die Krankenversicherung ein, z.B. bei Folgeschäden, die aus einem Unfall entstehen)
  • Haftpflichtversicherung mit Auslandsschutz
Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenkasse:

  • Schutz: Über EHIC nur dann, wenn ein Sozialversicherungsabkommen zwischen dem Heimat- und dem Gastland besteht
  • Krankenhäuser und Ärzte: in der Regel nur 'Vertrags-'Krankenhäuser; evtl. keine freie Arztwahl
  • Übernahme der Behandlungskosten: Nur bis zum in Deutschland üblichen Satz; Differenz muss aus eigenen Mitteln ausgeglichen werden
  • Rücktransport in der Regel nicht inbegriffen

Zusätzlicher privater Auslandsschutz sollte beinhalten:

  • Schutz: In allen Ländern gewährleistet
  • freie Arzt- und Krankenhauswahl
  • Vollständige Übernahme der anfallenden Behandlungskosten
  • Rücktransport

Es bestehen folgende Möglichkeiten der Krankenversicherung

  • Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung können Sie über das Formular E128 bzw. der europäischen Versicherungskarte (EHIC - European Health Insurance Card) Leistungen auch im Ausland in Anspruch nehmen, je nach dem geltenden Sozialversicherungsrecht im entsprechenden Land. Vor Ihrer Abfahrt sollten Sie sich bei Ihrer Kasse informieren, inwieweit dieses Abkommen für Ihr Gastland gilt und dann können Sie das notwendige Versicherungsformular bzw. Karte beantragen. Der DAAD weist darauf hin, dass mit Einführung der europäischen Versicherungskarte (EHIC) oftmals nur eine medizinische Notversorgung im Falle einer Krankheit oder aufgrund eines Unfalls im jeweiligen Gastland gewährleistet ist. Da der Versicherungsschutz somit unzureichend ist, empfiehlt der DAAD eine private Auslandskrankenzusatzversicherung.
  • Private Krankenkassen haben in der Regel keine europaweiten Sozialversicherungsabkommen. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrer zuständigen Krankenkasse über den Versicherungsschutz im Ausland.
  • Partnerhochschulen bieten teils studentische Krankenversicherung im Rahmen der Immatrikulation an, die Sie zusätzlich zu Ihrer Krankenversicherung nutzen können bzw. müssen
  • Erasmus+ Studierende haben u.a. die Möglichkeit in die Gruppenversicherung des DAAD für Kranken-, Unfall- und Privat-Haftpflichtversicherung aufgenommen zu werden.
Unfallversicherung

Der Unterscheid zur Krankenversicherung besteht darin, dass die Krankenversicherung zwar bei Unfällen greift (z.B. Beinbruch), nicht jedoch für die dadurch entstehenden Folgeschäden aufkommt (z.B. Reha-Maßnahmen). Die Unfallversicherung tritt somit nach der Erstversorgung durch die Krankenversicherung ein. Wichtig: Eine Unfallversicherung ist nie in der gesetzlichen Krankenkasse integriert.
Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt Kosten nur für Unfälle auf dem Arbeitsweg und bei der Arbeit; gültig nur in Deutschland. Eine private Unfallversicherung sollte Schutz sowohl während der Arbeitszeit als auch in der Freizeit weltweit gewährleisten. Erkundigen Sie sich beim Anbieter.

Mit rund 240 Hochschulen in 29 europäischen Ländern unterhalten alle zehn Fakultäten der Universität Stuttgart innerhalb Partnerschaftsvereinbarungen innerhalb des Erasmus+ Programms. Bitte beachten Sie, dass nicht jedem Fachbereich alle Partnerschaftsvereinbarungen zur Verfügung stehen.

Übersicht der Partnerhochschulen nach Fakultäten und den dazugehörigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im Fachbereich (Fachkoordinatorinnen und Fachkoordinatoren, deren Kontaktdaten Sie bitte selbstständig googlen oder im Personalverzeichnis der Universität Stuttgart nachschlagen):

  1. Architektur und Stadtplanung
  2. Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
  3. Chemie
  4. Energie-, Verfahrens- und Biotechnik
  5. Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik
  6. Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie
  7. Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik
  8. Mathematik und Physik
  9. Philosophisch-Historische Fakultät
  10. Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Stand: 16. Dezember 2016

Bei massiven Beschwerden und grundsätzlicher Kritik am Erasmus+ Programm können Sie sich vertrauensvoll an folgende Personen wenden: zu den Themen

  • Programm allgemein, Hochschulkoordination: Marion Höcke
  • Fachkoordinatorin, Auswahlwahlprozess im Fachbereich: Catherine Müller 
  • Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen: Dr. Ursula Meiser

Erasmus+ Universitätscharta (ECHE) und Erasmus+ Policy Statement (EPS):

Die ECHE wird von der Europäischen Kommission vergeben und beweist, dass eine Hochschule alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Erasmus+ Programm erfüllt.

Kontakt

 

Catherine Müller

Programmkoordinatorin Erasmus+, Erasmus Mundus, Doppelmaster-Programme Europa, DFh

  • +49 711 685-68553
  • E-Mail schreiben
  • Sprechzeiten: Mo - Fr 10 Uhr bis 12 Uhr, Mo und Mi 13:30 Uhr bis 16 Uhr