Beteiligungsmöglichkeit

Qualitätsentwicklung für Studierende

Die Rückmeldungen von Studierenden spielen auf verschiedenen Ebenen eine zentrale Rolle für die Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre

Um Verbesserungen in der Lehre und in den Studiengängen voranzubringen, ist eine starke Beteiligung von Studierenden zentral, etwa indem sie Feedback in Befragungen geben oder sich aktiv in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen engagieren. Nachfolgend sind die wichtigsten Formen studentischer Beteiligung im „Stuttgarter Evaluationsmodell“ erklärt.

Modulevaluation

Quelle: YouTube
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Die Teilnahme an der Lehrveranstaltungs-Befragung ist für Studierende freiwillig. Die Befragungen bieten aber ein hervorragendes Instrument, um Anregungen für die Verbesserung der Lehre des eigenen Studiengangs zu geben.

Warum? Die Lehrveranstaltungsbefragung bietet Studierenden die Möglichkeit, einzelne Veranstaltungen zu bewerten. Ziel der Befragung ist, dass Lehrende von Studierenden eine konstruktive Rückmeldung zur individuellen Verbesserung der Lehrveranstaltung  erhalten. Deswegen sollen die Ergebnisse nach Abschluss der Befragung mit den Studierenden besprochen werden, damit Verbesserungspotenziale identifiziert werden können.

Wann? Die Lehrveranstaltungsbefragung findet jeweils zur Mitte des Semesters statt.

Wie oft? Die Bewertung jeder Lehrveranstaltung mindestens alle zwei Jahre ist Pflicht. Bei Bedarf können Lehrende ihre Veranstaltung jedes Semester bewerten lassen.

Und weiter? Neben der Besprechung der Ergebnisse in der Lehrveranstaltung selbst gehen die Ergebnisse  in Modulberichte und Modulübersichten ein, welche der oder dem Modulverantwortlichen oder  der Studiendekanin oder dem Studiendekan turnusmäßig (in der Regel alle zwei Jahre) zur Verfügung gestellt werden.

Datenschutz? Ihre Daten sind sicher und werden nach der Auswertung vernichtet. Die Fragebögen werden regelmäßig von der Zentralen Datenschutzstelle der baden-württembergischen Hochschulen (ZENDAS) überprüft. Es werden keine Auswertungen vorgenommen, wenn fünf oder weniger Fragebögen ausgefüllt wurden. Dadurch wird die Rückverfolgung auf einzelne Person ausgeschlossen. Die Freitexteingaben werden gescannt. Um einen Rückbezug der Daten auf einzelne Person unmöglich zu machen, sollten Studierende bei Papierbefragungen ihre Handschrift verstellen.

Wie wird die Modulbefragung durchgeführt? Die Modulbefragung findet für ausgewählte Module – meistens alle Basis- und Pflichtmodule –  in der vorlesungsfreien Zeit statt. Sie erfasst Ihren Kompetenzerwerb, den Arbeitsaufwand (inklusive der Zeit zur Prüfungsvorbereitung) und das Zusammenspiel der verschiedenen Veranstaltungen des Moduls (etwa Vorlesung und Übung). Die Befragung wird online durchgeführt. Ist für ein Modul eine Modulbefragung vorgesehen, erhalten alle zur Prüfung angemeldeten Studierenden des Moduls zehn Tage vor der letzten Modulprüfung eine E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme sowie drei Tage vor der Modulprüfung eine Erinnerung.

Wieso erhalte ich mehrere Aufforderungen zur Teilnahme an der Befragung? Wenn Studierende in einem Semester mehrere Module abschließen, sind sie berechtigt, an mehreren Befragungen teilzunehmen. Die Modulbefragung dauert in etwa zwei Minuten.

Warum soll ich teilnehmen? Die Modulbefragung ermöglicht Ihnen die Bewertung aller Teileinheiten sowie der Rahmenbedingungen eines Moduls. Ziel der Befragung ist die Verbesserung des gesamten Moduls durch die beteiligten Lehrenden. Deswegen werden die Ergebnisse dem oder der Modulverantwortlichen zugänglich gemacht und an die Studiendekanin oder den Studiendekan weitergeleitet.

Wann? Die Modulbefragung findet ungefähr zehn Tage vor der Prüfung statt, damit die Studierenden den Gesamtarbeitsaufwand realistisch abschätzen können.

Wie oft? Evaluiert werden turnusmäßig – in der Regel alle zwei Jahre – alle Pflicht- und Basismodule, für die mehr als 30 Prüfungsanmeldungen und ein zentrales Prüfungsdatum vorliegen. Bei Bedarf können die Studiengangsverantwortlichen weitere Module für die Befragung melden.

Und weiter? Die Ergebnisse gehen in Modulberichte und Modulübersichten ein, welche der oder dem Modulverantwortlichen oder der Studiendekanin oder dem Studiendekan zur Verfügung gestellt werden. In der Studienkommission wird dann gemeinsam diskutiert, ob Lehrende und Studierende bei bestimmten Module noch genauer hinschauen sollten: in der sogenannten Modulkommentierung.

Verfahren der Modulkommentierung
Verfahren der Modulkommentierung

Wie kann ich an der Kommentierung des Modulberichts teilnehmen? Das Stuttgarter Evaluationsmodell sieht vor, dass auf Anfrage der Studienkommission Studierende und Lehrende, die an einem Modul beteiligt waren, anhand des Modulberichts gemeinsam über Stärken und Schwächen des Moduls sprechen. Wenn Sie an einer solchen Modulkommentierung mitwirken möchten, können Sie sich direkt an die Modulverantwortlichen wenden. Ebenso stehen Ihnen die Fachschaft, die studentischen Vertreterinnen und Vertreter in Ihrer Studienkommission und die Beschäftigten des Arbeitsbereichs Evaluation für Rückfragen zur Verfügung.

Warum soll ich mich an der Kommentierung beteiligen? Die Erfahrungen haben gezeigt, dass in einem gemeinsamen Treffen sehr sachlich und verbesserungsorientiert über die einzelnen Module gesprochen werden kann. Die umfassende Datengrundlage des Modulberichts hilft dabei, sinnvolle Veränderungen und Verbesserungen herbeizuführen. Wenn Sie an der Kommentierung mitwirken, helfen Sie den Modulverantwortlichen, die verschiedenen Daten in das richtige Licht zu rücken. Im Anschluss an die Kommentierung sind die Modulverantwortlichen gehalten, die Ergebnisse an die Studiengangsverantwortlichen weiterzuleiten.

Wann und wie oft? Eine Kommentierung findet nur auf Anfrage (etwa seitens der Studierenden des Moduls oder  der Studienkommission) statt. Das heißt, Sie können sich direkt an die Studienkommission, die Studiendekanin oder den Studiendekan wenden und für ein Modul eine Kommentierung anregen, wenn Sie den Eindruck haben, es sei verbesserungsbedürftig.

Und weiter? Die Ergebnisse der Kommentierung werden an die Studiengangsverantwortlichen weitergeleitet und in der Studienkommission diskutiert.

Neben der aktiven Beteiligung von Studierenden in den Studienkommissionen und bei Modulkommentierungen gehört  die studentische Teilnahme in der Reviewkommission zu den wichtigsten Möglichkeiten für Studierende, die Qualitätsentwicklung ihres Studiengangs zu unterstützen. Jeder Studiengang muss alle vier bis sechs Jahre ein Studiengangsreview  durchlaufen. Dabei geht es darum, Stärken, Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten für einen Studiengang unter Berücksichtigung von verschiedenen Perspektiven zu identifizieren. Die Reviewkommission der Universität Stuttgart gibt dann abschließend Empfehlungen und wenn nötig auch Auflagen an den jeweiligen Studiengang. Die Kommission ist dabei auf eine starke studentische Stimme angewiesen und legt in den Kommissionssitzungen großen Wert auf die Rückmeldung der Studierenden zur Studierbarkeit der Studiengänge.

Die Studierendenvertretung der Universität Stuttgart, stuvus, organisiert die Teilnahme an den Reviews. Bei Interesse können Sie sich an die stuvus wenden.