Dieses Bild zeigt Ein Mann fährt im Rollstuhl über den Campus

Studieren mit Behinderung

Wir beraten Studierende und Studieninteressierte mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen bei allen Fragen von Barrierefreiheit bis Studienorganisation.

Beratung und Hilfestellungen für behinderte Studierende

Wir unterstützen Studierende mit Behinderung und chronischen Krankheiten auf ihrem Weg durch das Studium an der Universität Stuttgart.

Für Studierende mit einer Behinderung besteht ein klar geregelter Anspruch auf Nachteilsausgleich (§ 2 Abs. 3 Landeshochschulgesetz). Zum Beispiel können Prüfungsfristen verlängert und bestimmte Prüfungsformen vereinbart werden.

Wer berät dazu?

Die Universität Stuttgart bietet verschiedene Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten an, um mit Ihnen Ihre persönliche Situation zu besprechen und Lösungswege zu erarbeiten. Falls Sie Anpassungen im Studium benötigen, möchten wir mit Ihnen gemeinsam besprechen, wie diese aussehen sollen und was Sie oder wir unternehmen müssen.

Die Behindertenbeauftragte der Universität Stuttgart unterstützt und berät Studienbewerberinnen und Studienbewerber sowie Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen bei behindertenspezifischen Fragestellungen. Die Fragen können sich auf Barrierefreiheit beziehen oder auf formale Aspekte des Studiums und der Studienorganisation (z.B. Nachteilsausgleich und Fristverlängerungen).

Die Beauftragte ist auch Ansprechpartnerin für andere Beratende und für Lehrende bei behindertenspezifischen Themen.

Die Beratung für Studierende mit Behinderungen oder chronische Erkrankungen in der Zentralen Studienberatung (ZSB) unterstützt Sie bei der Studienplanung, bei formalen Angelegenheiten wie etwa Prüfungsfristen sowie in allen anderen Fragen, die Bewerbung und Studium betreffen. Sie arbeitet bei behindertenspezifischen Themen eng mit der Beauftragten der Universität Stuttgart, Frau Eicken, zusammen.

Zentrale Studienberatung

Auch beim Studierendenwerk Stuttgart gibt es Beratungsmöglichkeiten für Behinderte und chronisch kranke Studierende. Zudem finden Sie auf der Internetseite des Studierendenwerks wichtige Informationen, etwa zu weiteren Beratungsmöglichkeiten, rechtlichen und finanziellen Fragestellungen, sowie zum Auslandsstudium.

Sozialberatung des Studierendenwerks

Beratungsstelle des Deutschen Studierendenwerks

Informationen für Studierende

Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gelten?

Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen können durch bauliche, kommunikative, organisatorische oder methodisch-didaktische Bedingungen im Studium benachteiligt werden. Dem Gesetz nach hat die Universität dafür zu sorgen, dass Sie als Studierende mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung in Ihrem Studium nicht benachteiligt werden und dass Sie die Angebote der Universität möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können (vgl. UN-Behindertenrechtskonvention, § 2 Abs. 4 Hochschulrahmengesetz, § 2 Abs. 3 Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg).

Nachteilsausgleiche im Studium

Nachteilsausgleich bedeutet: Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sollen die Möglichkeit haben, unter angemessenen Bedingungen Studienleistungen und Prüfungen chancengleich zu erbringen. Die gesetzlichen Grundlagen finden sich im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, in den Landeshochschulgesetzen, in der UN-Behindertenrechtskonvention und in den Prüfungsordnungen der Studiengänge.

Dabei sollen Nachteile, die Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen gegenüber nicht beeinträchtigten Studierenden bei der Erbringung von Studien- und Prüfungsleistungen haben, soweit wie möglich ausgeglichen werden. Die fachlichen Anforderungen der Studien- oder Prüfungsleistung dürfen durch nachteilsausgleichende Maßnahmen nicht verändert werden. Deshalb müssen die Maßnahmen individuell im Vorfeld der jeweiligen Studien- und Prüfungsleistung festgelegt werden. Es geht also nicht um ein „Studium light“, sondern darum, dass Sie gleichberechtigte Chancen haben, Ihre Studienleistungen erfolgreich zu erbringen.

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Nur wer eine Behinderung oder chronische Erkrankung und daraus entstehende Nachteile nachweist, kann Nachteilsausgleiche erhalten. Wie ist Behinderung definiert?

Behinderungsbegriff

Einen Antrag auf Nachteilsausleich bei Prüfungen stellen Sie formlos bei der oder dem Prüfungsausschussvorsitzenden Ihres Studiengangs. Im Antrag sollten Sie darlegen, welche Anpassungen Sie für Prüfungen beantragen und aus welchen Gründen die erbetenen Anpassungen für Sie notwendig sind. Diesem Antrag muss ein ärztliches Attest beigelegt werden, das die Auswirkungen Ihrer Behinderung oder chronischen Erkrankung auf das Studium darlegt. Es ist hilfreich, wenn aus dem Attest auch Vorschläge für die Form der Nachteilsausgleiche ersichtlich werden.

Studierende mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung haben auch die Möglichkeit, beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Anträge auf Fristverlängerung für Prüfungen und auf die Verlängerung der Höchststudiendauer zu stellen. Die Regelungen dazu stehen in der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs. Dafür müssen Sie einen formlosen Antrag stellen und ein ärztliches Attest beilegen. Aus dem Attest muss hervorgehen, wie sich Ihre Krankheit oder Behinderung auf Ihr Studium und auf das Ablegen von Prüfungen bzw. in wiefern sie sich studienzeitverlängernd auswirkt.

Nachteilsausgleiche oder Probleme in einzelnen Lehrveranstaltungen (etwa organisatorische Anpassungen) können auch direkt bei den jeweiligen Dozentinnen oder Dozenten besprochen und beantragt werden. Einfache organisatorische Anpassungen können oft in einem persönlichen Gespräch geklärt und vorgenommen werden.

Mit der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen genauso wie mit der Zentralen Studienberatung können Sie im Vorfeld solcher Anträge und Gespräche gerne ein Beratungsgespräch über die Möglichkeiten und Ihre individuellen Bedarfe von Nachteilsausgleichen führen.

Unter bestimmten Umständen können schwerbehinderte Studierende von einem Teil des Semesterbeitrags (dem VVS-Anteil) befreit werden. Die Bedingungen finden Sie auf den Seiten des Studiensekretariats unter Gebühren und Beiträge unter dem Stichwort „Studiticket“.

Falls Sie zu dem Personenkreis gehören, der eine Befreiung dieses Beitrags-Anteils bekommen kann und Sie den Beitrag für das laufende Semester bereits bezahlt haben, können Sie einen Antrag auf Erstattung des Gebührenanteils stellen.

Technische und organisatorische Hilfestellungen

Die Universität Stuttgart bietet derzeit folgende Hilfen für behinderte Studierende an:

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  • Für Sehbehinderte steht am Standort Stadtmitte ein elektronischer Arbeitsplatz zur wissenschaftlichen Recherche in Datenbanken, im Internet und in gedruckten Medien mit besonderer Ausstattung bereit (PC, Vergrößerungssoftware Zoomtext mit integrierter Sprachausgabe, 27-Zoll-Display mit Schwenkarm, Großschrifttastatur, Vorlagenkamera).
  • An beiden Standorten der UB, Vaihingen und Stadtmitte, gibt es rollstuhlgerechte Studierendenarbeitsplätze und rollstuhlgerechte Rechercheplätze für die Nutzung der elektronischen Dienstleistungen der UB.
  • Da beide Standorte nicht barrierefrei sind, stehen Ihnen in Vaihingen und Stadtmitte  Ansprechpartnerinnen für die Nutzung der UB zur Verfügung. Bitte nehmen Sie frühzeitig mit ihnen Kontakt auf.

Weiterführende Informationen

Brauchen Sie aufgrund Ihrer Behinderung einen bestimmten Platz im Hörsaal? Dann können Sie über die Behindertenbeauftragte oder die Zentrale Studienberatung Schilder anfertigen lassen, mit denen Sie Ihren Platz für die Vorlesung reservieren.

Die Universität Stuttgart hat einen großen Bestand an Altbauten, die noch nicht komplett barrierefrei zugänglich sind. Die Universität ist bestrebt, nach und nach Barrierefreiheit in ihren Gebäuden herzustellen. Sollten Sie vor dem Problem stehen, nicht zu Ihrem Ziel, etwa zu Ihrem Hörsaal oder zu einem Büro zu gelangen, dann melden Sie sich bitte umgehend bei der Behindertenbeauftragten oder beim Dezernat Technik und Bauten, sodass kurzfristig Abhilfe geschaffen werden kann. Langfristig arbeitet der AK Barrierefreier Campus an einer Bestandsaufnahme aller Zugänge und Einrichtungen für mobilitätseingeschränkte Menschen sowie an Infrastrukturellen Maßnahmen für Seh- und Hörbehinderte.

Um Ihnen die Informationen über die Gebäude (insbesondere die bereits vorhandene Infrastruktur und die noch bestehenden Barrieren) zugänglich zu machen, erarbeitet der AK Barrierefreier Campus derzeit entsprechende Campuspläne und Gebäudebeschreibungen im Internet. Diese werden nach und nach veröffentlicht.

Die Aufzüge halten regulär nicht in den Zwischengeschossen, in denen sich die Büros der Professorinnen und Professoren sowie der Mitarbeitenden befinden. Für Studierende, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, gibt es die Möglichkeit, für einen der Aufzüge einen Chip zu bekommen, mit dem sie selbständig in die Zwischengeschosse gelangen. Bitte melden Sie sich bei Frau Karin Weimer, um einen solchen Chip für die Dauer Ihres Studiums beim Hausservice zu beantragen.

Studierende können „behinderungsbedingte, ausbildungsgeprägte Mehrbedarfe“ mit Leistungen der Eingliederungshilfe finanzieren, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Über diese Finanzierung können Sie sich genauer auf den Seiten des Deutschen Studentenwerks informieren.

Zum Thema Assistenzen, Hilfsmittel und  Finanzierung beraten Sie gerne die Behindertenbeauftragte und die Sozialberatung des Studierendenwerks Stuttgart.

Ruheräume

Die Universität Stuttgart richtet derzeit und in den nächsten Jahren Ruheräume für Studierende und Mitarbeitende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ein. Der erste Ruheraum wurde im Dezember 2017 im Haus der Studierenden in Betrieb genommen, ein weiterer Ruheraum wird demnächst in der Geschwister-Scholl-Str. 24 C eröffnet

Die Ruheräume können Sie nutzen, wenn Sie sich tagsüber hinlegen und sich ausruhen müssen oder wenn Sie sich einmal dem Trubel des Studiums entziehen wollen. Neben der Ruheraum-Funktion haben diese Räume in der Regel noch weitere Funktionen, z.B. können sie von Studierenden und Mitarbeitenden mit Kind auch als Still- und Wickelräume genutzt werden. Einen festen Anspruch auf den Raum, eine bestimmte Zeit oder eine Bevorzugung bestimmter Personen gibt es nicht. Sofern Sie sich abgestimmt haben und einverstanden sind, können auch mehrere Personen den Raum zeitgleich nutzen.

Welche Räume welche Funktionen haben und wer die Räume wie nutzen darf, können Sie in den untenstehenden Beschreibungen nachlesen. Die Information, wie und wo man einen Schlüssel bekommt und ob es ein Anmeldesystem gibt, finden Sie ebenso bei den Raumbeschreibungen.

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Der „Multifunktionsraum” befindet sich im Haus der Studierenden im 4.OG, Raumnummer 4.006. Dieser Raum ist nutzbar als:

  • Ruheraum für behinderte und chronisch kranke Menschen sowie für Schwangere
  • Eltern-Kind-Zimmer
  • Still- und Wickelraum

Dafür stehen Ihnen eine Liege mit Sichtschutz, ein Schreibtisch mit Telefon sowie für die Familienfunktion ein Wickeltisch, und die KidsBox zur Verfügung.

Der Raum darf von Studierenden und Beschäftigten der Universität Stuttgart genutzt werden. Sie können den Raum einmalig oder mehrmals nutzen – nur für einen kurzen Zeitraum oder gerne auch einen ganzen Tag. Eine Voranmeldung für den Raum gibt es derzeit (noch) nicht.

Wenn Sie den Raum nutzen, erklären Sie sich automatisch mit der im Raum aushängenden Benutzungsordnung  einverstanden. Einen Schlüssel erhalten Sie bei diesen Personen / Stellen.

Da der Multifunktionsraum noch neu ist und wir derzeit das Nutzungskonzept noch erproben, freuen wir uns über ein Feedback von Ihnen.

Im Frühjahr 2018 wird ein weiterer Ruheraum in der Stadtmitte, Geschwister-Scholl-Str. 24 C in Betrieb genommen. Er befindet sich im 1. OG, Raumnummer 1.124. Dieser Raum wird nutzbar sein als:

  • Ruheraum für behinderte und chronisch kranke Menschen sowie für Schwangere
  • Still- und Wickelraum

Dafür steht Ihnen eine Liege mit Sichtschutz und zwei Schreibtische zur Verfügung.

Der Raum darf von Studierenden und Beschäftigten der Universität Stuttgart genutzt werden. Sie können den Raum einmalig, mehrmals oder regelmäßig nutzen. Dieser Raum ist nicht für eine ganztägige Nutzung gedacht. 

Wo Sie einen Schlüssel bekommen können, wird mit Eröffnung des Raums hier bekannt gegeben.

Die Allianz in Stuttgart legt Wert auf besondere Offenheit gegenüber Absolventinnen und Absolventen mit einer Schwerbehinderung (oder Gleichstellung). Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber mit Masterabschluss oder Promotion aus den Studiengängen Mathematik, Informatik, Physik, BWL t.o. oder aus verwandten Studiengängen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Personalabteilung der Allianz Stuttgart, Frau Preuss: Tel.: 0711 6633635, E-Mail.

Beratungsstellen für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen

Dieses Bild zeigt Eicken
Dipl.-Ing.agr., M.Sc.

Sigrid Eicken

Beauftragte für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen

 

Zentrale Studienberatung

Geschwister-Scholl-Str. 24C, 70174 Stuttgart